Synagoge, Synagoge in Kitzingen, Deutschland
Die Synagoge ist ein architektonisches Denkmal in Kitzingen, das durch beige-graue Kalksteinwände mit dekorativen bunten Sandsteinblöcken im romanischen Stil geprägt wird. Das restaurierte Gebäude verbindet seine ursprüngliche Struktur mit modernen Nutzungen.
Das Gebäude entstand 1883 und wurde 1938 von Nationalsozialisten in Brand gesetzt und schwer beschädigt. Nach dem Krieg erfuhr es erhebliche Veränderungen, bevor es schließlich restauriert wurde.
Die Innenräume zeigen maurische Stilelemente, die das Gebetserlebnis prägen und zeigen, wie die jüdische Gemeinde damals ihre Identität ausdrückte. Der Toraschrein war in einer Nische der östlichen Wand eingelassen und bestimmte die räumliche Ausrichtung.
Der Ort ist heute für kulturelle Veranstaltungen und Konzerte geöffnet und bietet Besuchern einen Einblick in die restaurierten Räume. Ein Gebetsraum und eine Bibliothek mit Schwerpunkt auf jüdische Studien sind zugänglich.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude als Kriegsgefangenenlager genutzt, was tiefgreifende räumliche Veränderungen mit sich brachte. Besonders bemerkenswert ist die Entfernung des rituellen Bades im Jahr 1942, ein Eingriff, der die ursprüngliche Nutzung für immer veränderte.
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