Krochsiedlung, Wohnkomplex in Gohlis, Deutschland.
Die Krochsiedlung ist eine Wohnanlage in Leipzig-Gohlis mit etwa 1000 Wohnungen, die sich über ein großes Gelände mit Grünflächen und Reihenbauten erstreckt. Die Häuser haben große Fenster, Zentralheizung und klare geometrische Formen, die das Bauen der 1920er Jahre zeigen.
Die Anlage entstand ab 1929 als großes Wohnprojekt in Leipzig und wurde bis 1930 entwickelt, als die wirtschaftliche Krise das Vorhaben ausbremste. Das Projekt war Teil der Reformbewegung in Deutschland, die neue Wohnstandards für Arbeiter und Angestellte schaffen wollte.
Die Siedlung zeigt die Architektur der Neuen Sachlichkeit, die Wohn- und Lebensräume für normale Menschen neu gedacht hat. Die breiten Fenster und offenen Grundrisse waren damals ungewöhnlich und sollten Licht und Luft in die Wohnungen bringen.
Die Siedlung lässt sich bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Station Landsberger Straße/Max-Liebermann-Straße erreichen. Der Ort ist größtenteils flach und zu Fuß erkundbar, mit ausreichend Raum zwischen den Gebäudereihen zum Spazieren.
Jeder Bereich der Siedlung wurde von verschiedenen Architekten entworfen, sodass mehrere unterschiedliche Baustile nebeneinander zu sehen sind. Diese Vielfalt war beabsichtigt und zeigt, wie Designfreiheit den Künstlern dieser Zeit gegeben wurde.
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