Nike-Feuerstellung Oedingen, Militäranlage des Kalten Krieges in Lennestadt, Deutschland.
Die Nike-Feuerstellung Oedingen war eine Raketenanlage mit mehreren unterirdischen Gebäuden zur Steuerung von Flugabwehrraketen. Die Anlage umfasste separate Startplattformen, Wartungsbunker und Lagerbereiche, die auf einem großflächigen Gelände verteilt waren.
Die Anlage wurde in den frühen 1960er Jahren aufgebaut und setzte zunächst Nike-Ajax-Raketen ein. Im Laufe der Zeit wurden diese durch das modernere Nike-Hercules-System ersetzt, das bis zur Schließung Ende der 1980er Jahre im Einsatz blieb.
Der Ort markiert einen Wendepunkt in der deutschen Militärgeschichte, an dem amerikanische und deutsche Soldaten gemeinsam tätig waren. Besucher können heute noch die physischen Überreste dieser engen Zusammenarbeit sehen, die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung während des Kalten Krieges geprägt hat.
Das Gelände ist heute teilweise zugänglich, wobei einige Gebäude von Polizeibehörden für Trainings genutzt werden. Ein Besuch erfordert Voranmeldung und Genehmigung, da sich der Ort noch immer unter Einschränkungen befindet.
Das Besondere am Gelände war die Fähigkeit, sowohl Flugzeuge als auch bodengestützte Ziele in einer Entfernung von etwa 180 Kilometern zu treffen. Diese duale Funktion machte es zu einer ungewöhnlich vielseitigen Verteidigungsposition in der NATO-Strategie der Epoche.
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