NordLink, Unterwasser-Stromkabel zwischen Ertsmyra und Wilster, Norwegen/Deutschland
NORD.LINK ist ein Stromkabel, das Norwegen und Deutschland unter dem Meer verbindet und eine Gesamtlänge von über 600 Kilometern hat. Es besteht aus einem Unterwasserteil über die Nordsee und Landkabeln an beiden Enden, um die Stromnetze der beiden Länder miteinander zu verknüpfen.
Das Projekt wurde 2015 nach Jahren der Planung in Angriff genommen und endete 2021 mit der vollständigen Inbetriebnahme. Die Investition ermöglichte eine direkte Stromverbindung zwischen zwei benachbarten europäischen Energiesystemen, die zuvor unabhängig voneinander operierten.
Die Stromverbindung zwischen Norwegen und Deutschland zeigt, wie zwei Länder ihre Energiequellen teilen: norwegische Wasserkraft fließt nach Deutschland, während deutsche Windenergie nach Norden geht. Diese gegenseitige Abhängigkeit hat den Strommarkt in beiden Ländern verändert und macht grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Energiesektor sichtbar.
Das Kabel verläuft weitgehend unsichtbar unter dem Meeresgrund und entlang von Landstrecken, sodass Besucher nur die Endpunkte oder Transformatoren-Stationen sehen können. Wer die Infrastruktur besichtigen möchte, sollte sich an die lokalen Behörden oder Energieversorger wenden, da der Zugang zu technischen Anlagen beschränkt ist.
Der Test des Kabels war nicht ohne Zwischenfälle: Im Jahr 2020 führte ein versehentlicher Versuch, Strom mit voller Leistung zu importieren, zu einer winzigen Frequenzverschiebung in der gesamten nordischen Stromversorgung. Dies zeigte, wie empfindlich die verlinkten Netze auf unerwartete Änderungen reagieren können.
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