St. Alexander und Theodor, Benediktiner-Abteikirche in Ottobeuren, Deutschland.
Die Basilika Ottobeuren ist eine barocke Benediktinerabteikirche im bayerischen Allgäu mit drei aufeinanderfolgenden Kuppeln, weißen Wänden und vergoldeten Stuckornamenten. Das angrenzende Kloster erstreckt sich über mehrere Flügel mit Höfen, Bibliothek und Festsaal, die alle um die Kirche herum angeordnet sind.
Das Kloster wurde 764 gegründet und erhielt 1299 den Status einer Reichsabtei, womit es direkt dem Heiligen Römischen Reich unterstand. Der heutige Kirchenbau wurde im 18. Jahrhundert von Grund auf neu errichtet und 1766 geweiht.
Die Basilika ist noch immer ein aktives Benediktinerkloster, in dem die Mönche täglich die Liturgie feiern. Besucher können an den Gottesdiensten teilnehmen und den gregorianischen Gesang in der Kirche live erleben.
Die Basilika liegt in der Ortsmitte von Ottobeuren und ist täglich geöffnet; Kirche, Klosterräume und Museum sind getrennt zugänglich. Für einen vollständigen Besuch aller Bereiche sollte man mindestens zwei bis drei Stunden einplanen.
Im Inneren der Kirche befinden sich vier gläserne Schreine mit kunstvoll dekorierten Skeletten, die aus katakomben stammen und seit dem 18. Jahrhundert hier aufbewahrt werden. Diese Objekte gehören zu einer verbreiteten Praxis in Süddeutschland, bei der die Überreste frühchristlicher Märtyrer mit Edelsteinen und Stoffen geschmückt wurden.
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