Kollegiatstift St. Andrä, Freising, Benediktinerkloster in Freising, Deutschland
Kloster Sankt Andrä Freising war ein benediktinisches Kloster auf dem Domberg, das neben der Residenz des Fürstbischofs als zweitgrößtes religiöses Gebäude der Stadt stand. Die Anlage umfasste Wohnräume für Mönche, eine Kirche und Wirtschaftsgebäude rund um den zentralen Innenhof.
Die Anlage geht auf das Jahr 720 zurück, als der Priester Hugibert ein kleines Kloster grundete. Um 770 erhielt es eine Kirche und wurde dem heiligen Andreas geweiht, wodurch es eine wichtige geistliche Einrichtung in der Region wurde.
Das Kloster war ein Zentrum geistlicher Gelehrsamkeit, wo Mönche täglich an liturgischen Gesängen in der Kathedrale teilnahmen und sich der Abschrift von Manuskripten widmeten. Diese Arbeiten prägten das religiöse und kulturelle Leben Freisings für Jahrhunderte.
Der ehemalige Archivbau des Klosters kann besichtigt werden und befindet sich sudwestlich des heutigen Diozesanmuseums. Besucher sollten beachten, dass dies ein historischer Ort ist und nur die Außenansicht sowie begrenzte Innenbereiche zugänglich sein können.
An der Stelle, wo das Kloster einst stand, befindet sich heute der Andreas-Brunnen von 1697, der an die aufgeloste Gemeinschaft erinnert. Das Kloster wurde 1803 unter dem Kurfursten Maximilian IV. Joseph abgerissen, aber der Brunnen bewahrt seine Erinnerung an diesem Ort.
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