St. Johannes, St. Johannes (Moosburg an der Isar)
St. Johannes in Moosburg an der Isar ist eine Kirche im romanischen Stil mit massiven Steinmauern und gerundeten Bögen. Das Innere zeigt vier Seitenaltäre neben dem Hauptaltar und weist mittelalterliche Malereien von Heiligen sowie barocke Kunstwerke auf, während der aus Stein errichtete Turm mit seinen charakteristischen Ecktürmchen etwa 54 Meter hoch aufragt.
St. Johannes wurde in ihrer ursprünglichen Form bereits um 754 erwähnt und ersetzte später 1353 die St.-Michael-Kirche als Hauptkirche der Stadt. Nach der Säkularisierung wäre die Kirche fast abgerissen worden, doch die Bürger protestierten und kauften sie 1812, woraufhin sie 1827 wieder zum Gottesdienst wiederhergestellt wurde.
Der Name "St. Johannes" bezieht sich auf Johannes den Täufer und spiegelt die ursprüngliche Funktion der Kirche wider. Die heutigen Besucher erleben einen Raum, der von verschiedenen Kunststilen geprägt ist, von mittelalterlichen Heiligenmalereien bis zu barocken Altären, die zeigen, wie sich der Glaube in dieser Gemeinde im Laufe der Jahrhunderte ausgedrückt hat.
Die Kirche ist für Besucher zugänglich und der Turm kann über eine steile Treppe erklommen werden, von wo aus man einen Blick über Moosburg hat. An besonderen Tagen wie dem Tag des Denkmals finden geführte Touren und Besichtigungen statt, bei denen auch historische Dokumente und Drohnenaufnahmen der Fassaden gezeigt werden.
Im Jahr 1800 rettete ein tapferer Stadtarbeiter namens Georg Hellmair die Kirche vor dem Feuer, indem er in den Turm kletterte und die Flammen mit seinem Hut löschte. Die vier Glocken in der Glockenstube stammen aus verschiedenen Epochen, wobei die älteste von 1530 lokal als die "Totenglocke" bekannt ist und früher verwendet wurde, um Todesfälle in der Stadt anzukündigen.
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