St. Bonifatius, Neugotische Kirche in Gießen, Deutschland.
St. Bonifatius ist eine dreischiffige Basilika im neogotischen Stil, die auf einem erhöhten Plateau südlich der Altstadt von Gießen steht. Der Grundriss ist kreuzförmig, der Chor polygonal, und die Fassade zeigt spitze Bögen sowie senkrechte Linien, die das gesamte Gebäude prägen.
Nach der Reformation 1527 wurde der katholische Gottesdienst in Gießen eingestellt und kehrte erst 1784 zurück, als Franziskanerpriester aus Wetzlar begannen, Messen in der Stadt zu halten. Das heutige Gebäude wurde nach schweren Bombenschäden im Jahr 1944 zwischen 1945 und 1949 wiederaufgebaut.
Die Kirche trägt den Namen des heiligen Bonifatius, eines englischen Missionars, der im 8. Jahrhundert das Christentum in Mitteleuropa verbreitete. Im Inneren zieht ein geschnitzter Flügelaltar aus dem Jahr 1904 die Aufmerksamkeit auf sich, der religiöse Szenen in feinem Holzwerk darstellt.
Die Kirche liegt auf erhöhtem Gelände südlich der Innenstadt und ist gut zu Fuß zu erreichen. Wer das Innere besichtigen möchte, sollte außerhalb der Gottesdienstzeiten kommen, da die Kirche dann stärker besucht ist.
Die Ostseite der Kirche wurde 1944 durch eine Bombenexplosion zerstört, die den südlichen Seitenschiff und fünf Chorfenster beschädigte. Wer genau hinschaut, kann beim Wiederaufbau erkennen, wo altes und neues Mauerwerk aufeinandertreffen.
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