Alfelder Windloch, Naturmonument Höhle in Alfeld, Deutschland
Das Alfelder Windloch ist eine horizontale Höhle, die sich durch Kalksteinschichten zieht und mehrere natürliche Säle und lange Gänge miteinander verbindet. Die Öffnung misst etwa 40 Meter in der Breite, während das gesamte System sich über große Entfernungen in die Tiefe erstreckt.
Die erste wissenschaftliche Beschreibung stammt von Johann Jakob Baier, einem Medizinprofessor, der die Höhle Anfang des 18. Jahrhunderts untersuchte. Seine Dokumentation in der Oryctographia Norica machte die Stätte einem größeren Publikum bekannt.
Der Name verweist auf die Windströmungen, die aus der Höhle austreten und die Menschen seit jeher fasziniert haben. Diese natürlichen Luftbewegungen prägten lokale Überlieferungen und machten den Ort zu einem Platz, der Neugier und Ehrfurcht auslöste.
Der Zugang ist nur mit professioneller Ausrüstung und geführten Touren möglich, da die Wege eng und rutschig sind. Es ist wichtig zu wissen, dass zwischen Oktober und April Sperrungen zum Schutz der Fledermäuse gelten.
Die Höhle hat mehrere unterschiedliche Bereiche mit eigenen Namen wie die Elefantenfuß-Halle und die Sandhalle, die Besucher auf ihrem Weg durch das Labyrinthe antreffen. Ein Stein mit der Aufschrift R.I.P. markiert einen besonders komplizierten Abschnitt und wird zum Orientierungspunkt.
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