Funkhaus Springerstraße, Rundfunkhaus in Leipzig, Deutschland
Das Funkhaus Springerstraße ist ein Bürogebäude in Leipzig, das nach dem Zweiten Weltkrieg zur Radiostation umgebaut wurde und heute Wohnungen beherbergt. Die U-förmige Struktur beeindruckt durch ihre klinkergemauerte Fassade mit anthrazitfarbenen Steinkreuzen und Art-Déco-Elementen über drei Geschosse.
Das Gebäude entstand 1930 ursprünglich als Bürositz der Barmenia-Versicherung und wurde nach dem Krieg zur ersten neuen Radiostation Nachkriegsdeutschlands umfunktioniert. Diese Umwandlung machte es zu einem wichtigen Ort der Wiederbelebung des Rundfunks in der zerstörten Stadt.
Das Funkhaus war lange Zeit der Ort, wo Radiokunst entstand und Menschen aus der Stadt ihre liebsten Sendungen hörten. Hier entstanden auch Konzerte und Choraufführungen, die viele Leipziger verfolgten.
Das Gebäude liegt an der Springerstraße 24 im Stadtteil Nord-Zentral und ist von außen leicht zu erkennen durch seine markante Fassade. Besucher sollten wissen, dass es sich heute um private Wohnungen handelt und nur von außen besichtigt werden kann.
Das Gebäude war Heimat der ersten Radioadaption von 'Der brave Soldat Schwejk', einer wichtigen literarischen Produktion, die hier entstand. Diese künstlerische Pionierleistung zeigt, wie kreativ die frühe deutsche Radiokunst sein konnte.
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