Werner-Senger-Haus, Mittelalterliches Fachwerkhaus in Limburg an der Lahn, Deutschland
Das Werner-Senger-Haus ist ein Fachwerkgebäude im Zentrum Limburgs, dessen Fassade mit rauten- und diamantförmigen Malereien verziert ist. Diese Dekoration erzeugt optisch den Eindruck einer massiven Steinstruktur, obwohl das Haus aus Holzwerk und Fachwerk errichtet wurde.
Das Haus wurde 1274 erstmals urkundlich erwähnt und zählt somit zu den ältesten erhaltenen Gebäuden Limburgs. Es überstand das große Stadtfeuer von 1289 und hat seitdem mehrere Jahrhunderte als Handelszentrum und Wohnhaus gedient.
Das Haus trägt den Namen seines früheren Besitzers Werner Senger und steht im Herzen der Altstadt, wo es das Leben wohlhabender Kaufleute widerspiegelt. Die Holzfachwerk-Fassade mit ihren geometrischen Mustern zeigt, welchen Wert wohlhabende Familien auf ihre Häuser legten.
Das Haus liegt in der Altstadt an der Rütsche 5 und ist leicht zu Fuß erreichbar, wenn man durch die engen mittelalterlichen Gassen spaziert. Der Ort ist typisch für alte deutsche Stadtzentren und kann zusammen mit anderen historischen Gebäuden in der Umgebung besucht werden.
Im Jahr 1802 nutzte die kaiserliche Armee das Haus als Rekrutierungsstelle und Gefängnis. Ein berühmter Bandit namens Schinderhannes wurde dort kurzzeitig inhaftiert, bevor er anderswo vor Gericht gestellt wurde.
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