Villa Chillingworth, Neoklassizistische Villa in Nürnberg, Deutschland.
Villa Chillingworth ist ein neugotisches Gebaude aus Kalkstein mit zwei Geschossen in Nuremberg mit Mansarddach, Dachfenstern und grunen Fensterlaeden. Der Haupteingang wird durch eine Saulenhalle mit Tonnengewolbe gepraegt und das Interieur wurde in den letzten Jahren restauriert.
Das Gebaude entstand zwischen 1907 und 1909 im Auftrag des Industriellen Rudolf Chillingworth, der Architekt Paul Ludwig Troost mit der Gestaltung beauftragte. Die Villa repraesentierte das Wohlstandsdenken der Friuhindustrialisierung und wurde seit damals mehrfach umgenutzt.
Das Haus war lange Zeit Heimat einer der größten privaten Kunstsammlungen in Deutschland, mit Werken von Rubens, Rembrandt und Botticelli, bevor diese 1922 versteigert wurden. Die Villa zeugte damit von großem künstlerischen Geschmack und Sammelleidenschaft ihrer Besitzer.
Das Gebaude ist heute ein Burogebaude und nicht offentlich zugaenglich, aber die Fassade und der Garten sind von der Strasse aus sichtbar. Die Renovierungen von 2019 haben die historischen Elemente bewahrt und modernisierte Funktionen eingefuegt.
Der Garten beherbergt einen der aeltesten roten Rosskastanienbaeme Nuernbergs sowie einen polygonalen Pavillon mit klassischen Mauern. Diese Details machen die Liegenschaft zu einem interessanten Beispiel fuer buergerliche Gartengestaltung der Friuhindustriezeit.
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