Wolfratshausen, Stadtgemeinde in Bayern, Deutschland
Wolfratshausen ist eine Stadt im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen in Bayern, die am Zusammenfluss von Isar und Loisach liegt und von Naturschutzgebieten umgeben ist. Die Stadtmitte befindet sich auf einer Höhe von 576 Metern über dem Meeresspiegel und bietet Zugang zum Radwegenetz der Via Bavarica Tyrolensis, das durch das Voralpenland führt.
Die Siedlung wurde im Jahr 1003 erstmals als Wolveradeshusun urkundlich erwähnt und erhielt 1280 vom Adel das Marktrecht. Nach einem Blitzschlag im Jahr 1734 wurde das Schloss zerstört, und die Steine wurden nach München transportiert, um dort bei Bauarbeiten an der Residenz verwendet zu werden.
Der Name Wolfratshausen stammt vom Personennamen Wolfrat und dem althochdeutschen Wort für Häuser. Die Pfarrkirche St. Andreas aus dem Jahr 1484 wird von den Bewohnern bis heute für Gottesdienste genutzt, während das Heimatmuseum Alltagsgegenstände aus vergangenen Jahrhunderten ausstellt.
Regelmäßige Zugverbindungen führen von hier nach München und bieten Reisenden einen direkten Anschluss an die bayerische Landeshauptstadt. Die Via Bavarica Tyrolensis verläuft durch die Stadt und ermöglicht es Radfahrern, das Voralpengebiet auf gut ausgebauten Wegen zu erkunden.
Nach der Zerstörung des Schlosses durch Blitzschlag im Jahr 1734 dienten seine Steine als Baumaterial für die Münchner Residenz. Die Überreste des Gebäudes wurden systematisch abgetragen und über mehrere Jahrzehnte hinweg in der Landeshauptstadt wiederverwendet.
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