Geismannsaal, Festsaal und Veranstaltungshalle in Fürth
Der Geismannsaal war ein Konzerthaus in Fürth mit historistischer Architektur, das im Stil des späten 19. Jahrhunderts gestaltet war und ursprünglich als Bierhalle der Geismann-Brauerei diente. Das Gebäude verfügte über einen großen Innenraum mit Balkon, dekorativen Treppen an der Südseite und konnte ohne Bestuhlung bis zu 2000 Personen aufnehmen.
Der Geismannsaal wurde 1896 von den Brüdern Georg und Leonhard Geismann eröffnet und war von Anfang an mit dem Salvator-Bier verbunden, das Johann Geismann 1884 braute. Das Gebäude erlitt 1944 durch einen Bombenangriff Schäden, wurde jedoch wieder aufgebaut und blieb bis zu seiner Schließung 1982 ein wichtiger Veranstaltungsort der Stadt.
Der Geismannsaal war ein Treffpunkt für die Fürther Bevölkerung, wo sich Menschen zu Konzerten, Festivals und Feierlichkeiten versammelten. Der Ort verkörperte das gesellschaftliche Leben der Stadt und war besonders für die Poculator-Feste bekannt, bei denen das gleichnamige Spezialbier gefeiert wurde.
Besucher konnten das Gebäude von der Alexanderstraße aus erreichen, während die Hauptfläche an der Bäumenstraße lag und das Erdgeschoss mit Lagerflächen vom Brauereihof aus zugänglich war. Das Gelände ist heute bebaut mit einem Einkaufszentrum namens Flair, sodass keine physischen Überreste des ursprünglichen Halls mehr vorhanden sind.
Der Ort war berühmt für seine legendären Poculator-Feste, bei denen 1899 über 40000 Besucher in nur zwölf Tagen anwesend waren. Diese massiven Zusammenkünfte zeigten die außergewöhnliche Anziehungskraft, die das Bier und die Feiern auf Menschen aus der ganzen Region ausübten.
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