Wogemannsburg, Burg in Schleswig-Holstein, Deutschland
Die Wogemannsburg ist ein Kulturdenkmal auf der Halbinsel Eiderstedt in Schleswig-Holstein, wo einst eine kleine Festung auf erhohtem Gelande stand. Heute sind von der Burg nur noch niedrige Erdhuegel sichtbar, wahrend ihre Steine in den nahegelegenen Kirchenbau und das Pastorat eingearbeitet wurden.
Die Burg wurde im 14. Jahrhundert von lokalen Seeraublern erbaut und funktionierte als ihre Festung, bis sie 1370 durch eine Streitmacht angegriffen und zerstort wurde. Bei dieser Eroberung wurden 60 Wogemannen hingerichtet und die Burgruinen wurden spater als Baumaterial fur lokale Kirchenbauten verwendet.
Die Wogemannsburg trägt den Namen der Wogemänner, Seeräuber die im Mittelalter hier lebten und deren Festung zur lokalen Legende wurde. Heute zeigt der Ort, wie die Gemeinde die Steine der zerstörten Burg später für Kirche und Pastorat nutzte und so die Geschichte in ihre Bauwerke einwebte.
Der Ort liegt auf einem erhoehten Gelande (Warft), das vor Ueberschwemmungen schuetzt, und ist uber einfache Fusswege zugaenglich. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der Boden unebenmaessig ist und die Gegend dem Wetter ausgesetzt bleibt.
Die Steine der zerstorten Burg wurden kunftig nicht verschwendet, sondern sorgfaltig wiederverwandt, um den alten Kirchturm und das Pastorat zu erbauen. Dieser Turm von 1370 bleibt der alteste Kirchturm in der ganzen Region und steht bis heute als steinernes Denkmal dieses praktischen Handelns.
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