Nolde Museum Seebüll, Kunstmuseum in Seebüll, Deutschland
Das Nolde Museum Seebüll ist ein Kunstmuseum in einem von Emil Nolde selbst entworfenen Backsteinbau im Dorf Seebüll, nahe der dänischen Grenze in Schleswig-Holstein. Es zeigt Gemälde, Aquarelle und Druckgrafiken des deutschen Expressionisten, darunter Landschaften, religiöse Szenen und Blumenmotive.
Emil und Ada Nolde kauften das Grundstück in Seebüll in den 1920er Jahren und ließen dort ihr Wohnhaus mit Atelier errichten. Nach dem Tod des Künstlers im Jahr 1956 wurde die Stiftung Ada und Emil Nolde gegründet, die das Haus in ein öffentlich zugängliches Museum umwandelte.
Das Haus trägt die Handschrift Noldes selbst, der den Bau gemeinsam mit seiner Frau Ada entworfen hat. Wer durch die Räume geht, sieht, wie eng Architektur und Malerei für ihn zusammengehörten.
Das Museum liegt in einer flachen, weitläufigen Landschaft und ist gut mit dem Auto erreichbar; ein Parkplatz steht vor Ort zur Verfügung. Ein Besuch lohnt sich besonders in den Frühlingsmonaten, wenn die Felder rund um das Haus in Farbe stehen und an Noldes Blumenbilder erinnern.
Während des Zweiten Weltkriegs malte Nolde heimlich über 1.300 kleine Aquarelle, da ihm die Nationalsozialisten das Malen verboten hatten. Er nannte diese Werke die "Ungemalten Bilder", und einige davon sind heute im Museum zu sehen.
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