Pharussäle, Mehrzweckhalle und Kino im Stadtteil Wedding, Berlin, Deutschland.
Die Pharussäle waren ein historischer Gebäudekomplex in Wedding, der ursprünglich große Veranstaltungssäle umfasste, die bis zu 2.500 Personen für verschiedene gesellschaftliche Zusammenkünfte, Feiern und politische Versammlungen fassen konnten.
1907 erbaut als Ersatz für das ehemalige Feldschlößchen-Biergarten, beherbergten die Pharussäle bedeutende politische Ereignisse einschließlich SPD-Versammlungen mit Karl Liebknecht und den letzten legalen KPD-Parteitag 1929 mit Ernst Thälmann.
Der Ort diente als zentraler Treffpunkt für politische Bewegungen der Arbeiterklasse und kulturelle Veranstaltungen, beherbergte alles von Operettenabenden und Tanzveranstaltungen bis hin zu Kleintierausstellungen während seiner Betriebsjahre.
Das Gebäude wurde während des Zweiten Weltkriegs vollständig zerstört und 1955 abgerissen, wobei das Gelände später in ein Einkaufszentrum und medizinische Einrichtungen für die örtliche Gemeinde umgewandelt wurde.
Die Säle waren Zeuge einer gewaltsamen Auseinandersetzung 1927, als Joseph Goebbels versuchte, eine Nazi-Versammlung im Herzen des traditionell sozialistischen Stadtteils Wedding abzuhalten, was zu erheblichen Verletzungen unter den Teilnehmern führte.
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