Kunststätte Bossard, Kunstzentrum in Lüllau, Deutschland
Die Kunststätte Bossard ist ein drei Hektar großes Kunstensemble mit Wohnhaus, Kunsttemple und Gärten, in dem Architektur, Skulptur und Malerei verschmolzen sind. Das Gelände verbindet mehrere Gebäude und Außenbereiche zu einer einzigen künstlerischen Schöpfung.
Johann Michael Bossard und seine Frau Jutta Bossard-Krull bauten das Kunstensemble zwischen 1926 und 1928 auf dem Land auf, das Bossard 1911 erworben hatte. Das Projekt war Ausdruck ihrer künstlerischen Vision und ihrer Vorstellung von einem Gesamtkunstwerk.
Das Kunsttemple im Zentrum wird von intensiven, farbigen Gemälden geprägt, die auf Sperrholzwänden und Decken verschiedene Lebenswege darstellen. Diese Darstellungen schaffen eine besondere Raumatmosphäre, die Besucher unmittelbar beim Betreten erfasst.
Besucher können das Gelände und die Innenräume selbständig erkunden, doch geführte Touren bieten tiefere Einblicke in die künstlerischen Details. Es ist ratsam, mit angemessenem Schuhwerk zu kommen, da der Spaziergang durch Gebäude und Gärten Mobilität erfordert.
Die Backsteingebäude zeichnen sich durch expressionistische Geometrie und eingebaute Keramikplastiken auf der Fassade aus, die aus Klinkersteinen unterschiedlicher Qualität gefertigt wurden. Diese bewusste Materialwahl schafft eine besondere optische und haptische Textur, die den Gesamteindruck des Ortes prägt.
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