Halde Großes Holz, rekultivierte und landschaftlich gestaltete Bergehalde des Bergbaus in Bergkamen
Die Halde Großes Holz ist ein künstliches Hügelland im Westen Bergkamens, das aus Abraum des Kohleabbaus entstand und sich über fast 200 Hektar erstreckt. Sie erreicht eine Höhe von etwa 150 Metern und ist damit die höchste Halde in der westlichen Region, mit mehreren ausgearbeiteten Wegen, Aussichtspunkten und künstlerischen Installationen auf ihrer Oberfläche.
Die Aufschüttung begann in den frühen 1960er Jahren mit Abraum aus den Zechen Haus Aden und Monopol und erreichte ihre endgültige Höhe von etwa 150 Metern, als der Bergbau stillgelegt wurde. Nach 2006 kaufte der Regionalverband Ruhr das Gelände und investierte mehr als zwei Millionen Euro in die Umgestaltung zu einem Park mit Wegen, Kunstwerken und Bepflanzung.
Der Name 'Großes Holz' erinnert an den dichten Buchenwald, der vor der Aufschüttung das Gebiet bedeckte und heute nur noch in der Bezeichnung fortlebt. Heute nutzen Spaziergänger und Mountainbiker die Flächen, während die Kunstwerke wie die Leuchtskulptur 'Impuls' den Ort zu einem Treffpunkt machen, der Bergbaugeschichte mit moderner Kultur verbindet.
Das Gelände ist größtenteils frei zugänglich mit zwei großen Parkplätzen an der Erich-Ollenhauer-Straße und der Waldstraße, wobei der Parkplatz an der Waldstraße näher an den beleuchteten Türmen liegt. Die gut ausgeschilderten Wege sind für Fußgänger und Radfahrer geeignet, und bei Abendbesuchen wird eine Taschenlampe empfohlen, da die Beleuchtung punktuell verteilt ist.
Die Leuchtskulptur 'Impuls' besteht aus einer 30 Meter hohen weißen Stahlsäule mit pulsierenden LED-Lichtern, die nachts weit sichtbar ist und 2022 zeitweise in den Farben der Ukraine leuchtete. Darunter verborgen existiert eine stillgelegte Bandbrücke aus der Bergbauzeit, die heute nicht mehr genutzt wird, aber die industrielle Geschichte des Ortes unterirdisch bewahrt.
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