Marmorbrücke, Steinbrücke in Villmar, Deutschland
Die Marmorbrücke überquert die Lahn mit drei Bögen, wobei jeder Bogen etwa 21,5 Meter überspannt und von zwei Pfeilern aus Kalksteinblöcken getragen wird. Die Konstruktion verbindet die Altstadt mit dem gegenüberliegenden Ufer und ist aus lokalem Marmor gefertigt.
Die Brücke wurde zwischen 1894 und 1895 erbaut und ersetzte eine Fährverbindung, die zuvor Menschen und Waren über den Fluss befördert hatte. Mit der neuen Verbindung erhielten die Einwohner direkten Zugang zum Bahnhof und zu den nahegelegenen Marmorbrüchen.
Die Brücke zeigt verschiedene Sorten des Lahn-Marmors in ihren Verzierungen und spiegelt die Steinmetzkunst wider, die für diese Region typisch ist. Besucher können die unterschiedlichen Farbtöne und Strukturen des Materials beobachten, während sie über die Brücke gehen.
Die Brücke ist für Fußgänger und Fahrzeuge zugänglich und bietet einen direkten Weg zwischen den beiden Uferseiten. Nach einer umfangreichen Sanierung im Jahr 1994 ist sie in gutem Zustand und kann ganzjährig genutzt werden.
Auf der Brücke steht eine Statue des heiligen Johannes von Nepomuk, die an Flüchtlinge aus dem Sudetenland erinnert, die 1946 in Villmar Zuflucht fanden. Diese Statue verbindet die lokale Geschichte mit einer Geschichtsepisode, die vielen Besuchern nicht sofort bekannt ist.
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