Venus von Bierden, Mesolithische Skulptur im Landesmuseum Hannover, Deutschland.
Die Venus von Bierden ist ein kleines Sandsteinwerkzeug aus der Mesolithikum mit eingeritzten Linien, die eine weibliche Gestalt zeigen. Das Stück war ursprünglich ein praktisches Werkzeug zum Bearbeiten anderer Materialien, wurde aber gleichzeitig zum Träger dieser künstlerischen Darstellung.
Die Entdeckung gelang 2011 zufällig während Bauarbeiten für eine Gasleitung in der Nähe von Bierden. Das Alter der Ritzung wird auf die frühe Mesolithikum datiert, basierend auf Holzkohlefunden am Grabungsort.
Die Figur zeigt, wie Menschen in dieser frühen Zeit weibliche Formen dargestellt haben und welche Bedeutung sie dafür hatten. Solche Darstellungen geben uns einen Einblick in die Gedankenwelt der Mesolithiker.
Das Objekt befindet sich im Landesmuseum Hannover und kann dort während der regulären Öffnungszeiten besichtigt werden. Der kleine Stein ist in einer Vitrine ausgestellt und aus nächster Nähe gut zu sehen.
Besonders interessant ist, dass das Kunstwerk auf einem genutzten Werkzeug entstand, das Menschen über längere Zeit hinweg zum Bearbeiten von Materialien einsetzten. Dies zeigt, dass künstlerischer Ausdruck und alltägliche Arbeit bei Mesolithikern eng miteinander verwoben waren.
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