Villa Seligmann, Jüdisches Kulturzentrum in Mitte, Hannover, Deutschland
Villa Seligmann ist ein zweistöckiges Sandsteingebäude mit neobarocken Elementen, das sich durch ein hohes Mansarddach und einen schmuckvollen Brunnen mit fünf Säulen an der halbrunden Auffahrt auszeichnet. Der Garten wurde von Julius Trip gestaltet und trägt zum Gesamteindruck des eleganten Anwesens bei.
Der Architekt Hermann Schaedtler entwarf diese Residenz 1906 für Siegmund Seligmann, einen Direktor der Continental AG. Das Gebäude überstand die Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs unversehrt und erlebte danach mehrere Nutzungswechsel, bevor es zur heutigen Stätte wurde.
Das Gebäude beherbergt das Europäische Zentrum für jüdische Musik, das Konzerte, Ausstellungen und Vorträge zu jüdischen Musiktradtionen veranstaltet. Besucher können hier verschiedene Veranstaltungen erleben, die den Austausch zwischen Kulturen fördern.
Das Gebäude befindet sich in der Hohenzollernstrasse 39 und kann mit Führungen besichtigt werden, die die wiederhergestellten Räume zeigen. Ein Besuch bietet auch Zugang zur Mediathek und zum Garten des Anwesens.
Das Gebäude war früher als Wehrmacht-Büro genutzt worden und wurde dann in ein Zentrum für die Bewahrung jüdischer Musiktradition umgewandelt. Diese Umwandlung verbindet die komplexe Geschichte des Ortes mit einer Widmung für kulturelle Heilung und Erinnerung.
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