Lodbjerg Leuchtturm, Küstenleuchturm in der Gemeinde Thisted, Dänemark
Der Granitturm erhebt sich 35 Meter über einer 13 Meter hohen Moränenhügel im Zentrum des Nationalparks Thy. Die zylindrische Struktur weist eine weiß getünchte Außenfassade mit rotem Laternenhaus auf. Der Standort bietet Rundumblick über Dünenlandschaften, Heideflächen und die Nordseeküste. Eine kleine Ausstellungsfläche im Inneren dokumentiert die Leuchtturmtechnik und lokale Seefahrtsgeschichte.
Die Anlage nahm 1883 mit Petroleumbetrieb den Dienst auf und ersetzte frühere provisorische Navigationshilfen an der Küste. Die Umstellung auf elektrischen Betrieb erfolgte 1932 im Rahmen einer umfassenden technischen Modernisierung. Während des Zweiten Weltkriegs versuchten deutsche Besatzungskräfte, einen Verbindungstunnel zu einem nahegelegenen Bunker anzulegen. Die automatisierte Fernsteuerung wurde in den späten 1970er Jahren eingeführt.
Das Gebäude dient als offizielles Kulturdenkmal und erfüllt gleichzeitig eine wichtige Funktion für die Schifffahrtssicherheit an der dänischen Nordseeküste. Lokale Gemeinden nutzen den Leuchtturm als Symbol für die maritime Tradition der Region und die historische Bedeutung der Küstenschifffahrt. Die Anlage zieht Fotografen und Naturliebhaber an, die die exponierte Lage im Nationalpark schätzen.
Besucher können die Anlage täglich zwischen 7 und 21 Uhr betreten, eine Eintrittsgebühr von 30 DKK ermöglicht den Zugang zum Innenraum und zur Ausstellung. Die Anfahrt erfolgt über Schotterstraßen durch Dünengelände, ein Parkplatz befindet sich in kurzer Gehentfernung. Frühjahr und Herbst bieten beste Bedingungen für Vogelbeobachtung. Windfeste Kleidung wird empfohlen, da das Gelände stark exponiert liegt.
Während des Zweiten Weltkriegs führten Bauversuche für einen Tunnel zwischen Leuchtturm und Bunker dazu, dass das Fundament destabilisiert wurde und die Struktur eine leichte Neigung entwickelte. Diese Schräglage beträgt wenige Grad, bleibt aber für aufmerksame Beobachter messbar sichtbar. Ingenieure entschieden gegen Korrekturmaßnahmen, da die Statik nicht gefährdet ist.
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