Naissaar, Naturschutzinsel im Finnischen Meerbusen, Estland
Naissaar ist eine Insel im Finnischen Meerbusen, die sich etwa 8 Kilometer vom estonischen Festland entfernt befindet. Die Landschaft wird von dichten Nadelwäldern und verstreut liegenden Granitblöcken geprägt, die das Gelände durchziehen.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Insel in eine Militärzone umgewandelt, wo sowjetische Streitkräfte eine Marinenwaffenfabrik etablierten. Die Zivilbevölkerung wurde für lange Zeit vom Zugang zur Insel abgeschnitten.
Der Name Naissaar stammt aus der estnischen Sprache und bedeutet "Frauenland", was auf mittelalterliche Aufzeichnungen verweist, die die Insel um 1075 als Terra Feminarum beschrieben. Besucher können heute noch an den Spuren dieser alten Bezeichnung erkennen, wie die Insel in der lokalen Kultur verankert ist.
Die Insel ist per Bootsdienst vom Festland aus erreichbar, wobei regelmäßige Verbindungen ab Tallinn verfügbar sind. Ein Wegenetz durchzieht das Gelände, auf dem Besucher die verschiedenen Bereiche erkunden können.
Auf dem Waldboden liegen Tausende deaktivierter Marinenminen, die Überreste der früheren militärischen Anlagen. Diese versteckten Relikte der Kriegszeit sind für Besucher heute ein faszinierendes Fenster in die industrielle Vergangenheit der Insel.
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