Alam-Pedja Nature Reserve, Naturschutzgebiet in der Landgemeinde Põltsamaa, Estland
Das Alam-Pedja Naturschutzgebiet ist ein grosses Schutzgebiet in Zentralestland, das funf ausgedehnte Moore mit dazwischen liegenden Flussen und Auenwadern verbindet. Es erstreckt sich uber eine Flache von etwa 342 Quadratkilometern und ist von dichten Waldern geprag.
Das Gebiet wurde im 19. Jahrhundert durch Glashütten bei Utsali geprag, bevor es von 1952 bis 1992 als sowjetischer Flugplatz genutzt wurde. Nach dem Ende dieses Militarbetriebs wurde das Land wieder der Natur überlassen und unter Schutz gestellt.
Die umliegenden Gemeinden pflegen traditionelle Fischerei- und Landwirtschaftsmethoden, die über Generationen weitergegeben werden und lokales Wissen über die Natur bewahren. Diese Praktiken prägen bis heute das alltägliche Leben der Menschen, die an den Grenzen des Schutzgebiets leben.
Das Gebiet ist über markierte Wanderwege erschlossen, darunter eine Wasserstrecke von etwa 75 Kilometern zwischen Kamari und Kärevere. Beobachtungstürme und Lernpfade ermöglichen es Besuchern, Wildtiere aus sicherer Entfernung zu beobachten.
Das Gebiet beherbergt eine ungewohnlich tiefe Zusammensetzung seltener Raubtiere wie Wolfe, Baren und Luchse, obwohl nur wenige Menschen dort leben. Diese seltene Balance zwischen grosser Wildniszahl und niedriger menschlicher Siedlung macht es zu einem aussergewohnlichen Beispiel fur einen funktionsfähigen Naturraum.
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