Lehmpforte, Mittelalterliches Stadttor in der Altstadt, Estland.
Das Viru-Tor ist ein Stadttor in Tallinns Altstadt mit zwei steinernen Türmen mit Spitzdächern, das Viru-Straße markiert. Die Struktur verbindet die moderne Einkaufszone mit dem mittelalterlichen Gassenlabyrinth und zeigt typische gotische Architektur mit massiven Mauern und engen Durchgängen.
Das Tor entstand im 14. Jahrhundert als Verteidigungsbau und war ursprünglich Teil eines umfassenden Befestigungssystems. Im 19. Jahrhundert wurden zusätzliche Befestigungen entfernt, um Platz für Straßenbahnen zu schaffen und die modernen städtischen Verkehrsflüsse zu ermöglichen.
Das Tor ist bis heute ein natürlicher Treffpunkt für Einheimische und Besucher, die zwischen der modernen Stadt und den mittelalterlichen Gassen pendeln. Es markiert den Übergang von Geschäftsvierteln zu engen Kopfsteinpflastergassen, wo das alltägliche Leben zwischen neuer und alter Welt stattfindet.
Man kann das Tor von der Einkaufsstraße aus erreichen, die sich sanft zum Altstadtbereich öffnet, und es bildet einen klaren Orientierungspunkt. Es ist gut zugänglich und funktioniert als natürliches Durchgangstor, wobei die Wege davor und dahinter meist eben bleiben.
Die beiden erhaltenen Türme gehörten zu einem ursprünglichen Netzwerk von 46 Verteidigungstürmen, von denen nur 26 heute noch sichtbar sind. Diese Zahlen zeigen, wie umfangreich die mittelalterliche Befestigung war und wie viel seit der Renaissance verloren ging.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.