Iru ämm, Steinmonument auf dem Iru mägi Hügel, Estland.
Das Iru ämm ist eine Steinplastik, die auf dem Gipfel des Iru-Hügels nahe dem Fluss Pirita steht und eine menschliche Gestalt darstellt. Die Skulptur wurde 1970 von Juhan Raudsepp geschaffen und befindet sich etwa 16 Kilometer von Tallinn entfernt in einer natürlichen Umgebung.
An diesem Ort stand ursprünglich ein verehrter Stein, der Mitte des 19. Jahrhunderts zerstört wurde. Seine Bruchstücke wurden später beim Bau der Iru-Brücke zwischen 1865 und 1867 verwendet.
Das Denkmal bezieht sich auf die estnische Volkslegende der Mutter des Kalevipoeg-Helden, die sich in Stein verwandelt hat. An diesem Ort können Besucher ein Stück dieser überlieferten Erzählung körperlich wahrnehmen und verstehen, warum dieser Hügel in der estnischen Kultur einen besonderen Platz einnimmt.
Der Ort liegt in einem offenen Bereich auf einem Hügel, daher ist er je nach Wetterlage unterschiedlich zugänglich. Man sollte festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung mitbringen, da es an diesem erhobenen Punkt windig sein kann.
Der lokalen Überlieferung nach sollte der ursprüngliche Stein übernatürliche Kräfte besessen haben und morgens immer wieder an seinen Platz zurückgekehrt sein. Diese Erzählung zeigt, wie stark der Ort in den Glaubensvorstellungen der estnischen Menschen verwurzelt war.
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