Zinn House, Historisches Handelshaus im Zentrum von Kopenhagen, Dänemark
Das Zinn-Haus ist ein dreistöckiges Kaufmannsgebäude in der Kvæsthusgade mit markanten Erker-Erkerfenstern und befindet sich in Kopenhagens Hafenviertel unweit des Nyhavn-Kanals. Heute enthält das Gebäude nach einer grundlegenden Renovierung durch Holsøe Arkitekter Wohnungen und wird von Nordea Properties verwaltet.
Der Kaufmann Oluf Blach ließ das Gebäude 1751 errichten, woraufhin Johann Ludvig Zinn es 1757 erwarb und 1765 sein Handelshaus dort gründete. Das Gebäude wurde daraufhin nach seinem Gründer benannt und blieb ein wichtiger Ort des Handels im Hafenviertel.
Der Komponist Johan Peter Emilius Hartmann lebte ab 1829 in diesem Haus und prägte dessen kulturelle Geschichte über Jahrzehnte. Seine Verbindung zum Gebäude zeigt, wie es Künstler und Intellektuelle in Kopenhagens Hafenviertel anzog.
Das Haus liegt in fußläufiger Nähe zum Nyhavn und ist vom zentralen Kopenhagener Verkehrsnetz leicht erreichbar. Als Privatgebäude mit Wohnungen ist ein Besuch von innen nicht möglich, aber die Fassade mit ihren Erkerfenstern ist von der Straße aus gut sichtbar.
Am 20. Januar 1794 wurde während eines Abendessens im Haus die Marseillaise aufgeführt, was angesichts von Dänemarks kritischer Haltung gegenüber revolutionären Liedern bemerkenswert war. Diese Aufführung zeigt, dass das Haus auch ein Ort für mutige politische und künstlerische Äußerungen geworden war.
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