Island of San Simón, Insel in der Ría de Vigo, Galicien, Spanien
Die Île de San Simón ist eine unbewohnte Insel in der Ría de Vigo im spanischen Galicien, zusammen mit der benachbarten Insel San Antón, mit der sie durch eine Brücke verbunden ist. Auf der Insel stehen noch alte Gebäude aus verschiedenen Epochen, darunter ein Kloster aus dem 17. Jahrhundert, frühere Quarantänestationen und Wachttürme.
Die Insel war im Mittelalter ein Klosterzentrum, wurde dann von Tempelrittern und später von Franziskanern genutzt, bevor sie im 18. Jahrhundert in ein Lazarett umgewandelt wurde. Im 20. Jahrhundert diente sie unter dem Regime von Francisco Franco als Konzentrationslager, in dem viele politische Gefangene unter sehr harten Bedingungen inhaftiert wurden.
Die Insel wird manchmal auch "Insel des Denkens" genannt, was auf ihre lange Geschichte als Ort der Stille und des Rückzugs hinweist. Besucher können heute eine Statue des mittelalterlichen Dichters Mendinho sehen, dessen einziges erhaltenes Gedicht auf dieser Insel entstanden ist.
Die Insel ist nur per Boot erreichbar, und die Überfahrt bietet gute Ausblicke auf die Küste und die umliegenden Gewässer der Ría de Vigo. Geführte Touren stehen zur Verfügung und sind eine gute Möglichkeit, die alten Gebäude und die Geschichte des Ortes kennenzulernen.
Während der Seeschlacht von 1702 kämpften anglo-holländische und franco-spanische Flotten in der Nähe des Eilands, und mehrere Schiffe sanken in diesen Gewässern. Taucher haben die Wracks erkundet, aber bis heute wurde kein Gold gefunden, das die Schiffe angeblich an Bord hatten.
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