Whitby Abbey, Gotische Abtei in Whitby, England
Whitby Abbey ist eine gotische Klosterruine aus Kalkstein auf einer Klippe über der Nordsee in Whitby, England. Die beiden Türme und Spitzbögen sind vom Meer aus gut erkennbar und prägen weithin die Silhouette der Küstenlinie.
König Oswiu von Northumbria gründete hier im Jahr 657 ein erstes Kloster und ernannte Lady Hilda zur Äbtissin. Die heutigen Ruinen stammen jedoch von einer späteren Abtei aus dem 13. und 14. Jahrhundert, die nach der normannischen Eroberung entstand.
Der Ort war Schauplatz eines entscheidenden kirchlichen Treffens im frühen Mittelalter, bei dem König Oswiu zwischen römischen und keltischen Bräuchen wählte. Diese Entscheidung prägte die religiöse Ausrichtung des gesamten angelsächsischen Raums für Jahrhunderte und verband England enger mit kontinentalen kirchlichen Traditionen.
English Heritage verwaltet das Gelände und bietet Führungen, Bildungsprogramme sowie Zugang zu einem Museum im benachbarten Cholmley House. Der Aufstieg zur Ruine erfolgt über 199 Stufen von der Stadt, aber ein Parkplatz liegt ebenfalls nahe am Eingang.
Deutsche Kriegsschiffe beschossen die Ruine im Jahr 1914 während des Ersten Weltkriegs und zielten auf einen Signalposten in der Nähe. Die Schäden an der ohnehin schon verfallenen Struktur sind bis heute an manchen Mauerabschnitten sichtbar.
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