Grimsay, Gezeiteninsel in den Äußeren Hebriden, Schottland.
Grimsay ist eine Gezeiteninsel zwischen North Uist und Benbecula, die durch einen Damm mit beiden Nachbarinseln verbunden ist. Eine einspurige Straße führt rund um die Insel und verbindet die kleinen Siedlungen Baymore und Kallin mit verstreuten Crofting-Gehöften.
Vor dem Bau des North Ford Causeway in den 1960er Jahren war Grimsay nur über eine Fährverbindung oder bei Niedrigwasser zu Fuß erreichbar. Die Einweihung des Dammes durch die Königinmutter schuf erstmals eine feste Straßenverbindung zu den Nachbarinseln.
Der Hafen von Kallin ist das Zentrum des täglichen Lebens auf der Insel, wo Boote gebaut und Meeresfrüchte gezüchtet werden. Die Fischer sprechen oft noch Schottisch-Gälisch, und die Sprache ist im Alltag deutlich zu hören.
Die Insel ist über den Damm mit dem Auto erreichbar und kann bei den meisten Witterungsbedingungen besucht werden, aber im Winter können Winde und Regen die Fahrt anspruchsvoll machen. Einrichtungen für Touristen sind kaum vorhanden, daher empfiehlt es sich, alles Nötige mitzubringen.
An der Nordostküste befinden sich die Überreste eines eisenzeitlichen Radhauses namens Bagh nam Feadag, einer Steinstruktur, die vor etwa 2000 Jahren bewohnt war. Solche Rundhäuser mit speichenartigem Grundriss kommen auf den Hebriden nur selten vor und sind kaum bekannt.
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