Furness Abbey, Zisterzienserklosterruinen in Barrow-in-Furness, England.
Furness Abbey ist eine Klosterruine in Barrow-in-Furness im Nordwesten Englands, deren Sandsteinwände sich über mehrere Hektar im Vale of Nightshade erheben. Die höchsten erhaltenen Wände ragen etwa 40 Meter (131 Fuß) empor und zeigen gotische Bögen, Pfeilerfragmente und die Umrisse des ehemaligen Chors.
Stephen von Blois gründete das Kloster 1123 für den Orden von Savigny, bevor es 1147 in den Zisterzienserorden überging. Die Mönche bauten ihre Anlage im Lauf der folgenden Jahrhunderte mehrfach um und erweiterten sie, bis König Heinrich VIII. sie 1537 auflöste.
Die roten Sandsteinmauern zeigen das für Zisterzienserklöster typische Muster: klare Linien ohne weltliche Verzierungen prägen den ganzen Bau. Besucher sehen heute noch die gewaltigen Pfeiler des Chors und den Kreuzgang, der einst als stiller Ort für Gebet und Arbeit diente.
English Heritage betreut die Anlage und betreibt ein Besucherzentrum, in dem mittelalterliche Steinskulpturen ausgestellt sind. Die Ruinen sind tagsüber zugänglich, wobei der Boden stellenweise uneben sein kann und festes Schuhwerk empfohlen wird.
Schottische Truppen unter Robert the Bruce überfielen 1322 die Region, doch die Abtei blieb von größerer Zerstörung verschont, da ihre Führung sich mit den Angreifern arrangierte. Diese Episode zeigt die politische Flexibilität der Mönche in unsicheren Zeiten.
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