Plymouth Synagogue, Orthodoxe Synagoge in Plymouth, England
Die Synagoge ist ein rechteckiges, weiß gestrichenes Backsteingebäude mit einer kunstvollen barocken Torah-Lade, die vom Boden bis zur Decke reicht. Die Lade wird durch korinthische Säulen und vergoldete Verzierungen geprägt.
Das Gebäude wurde zwischen 1762 und 1764 errichtet und ist mit einer bedeutenden rechtlichen Hürde verbunden: Das Land musste durch einen christlichen Makler, Samuel Champion, gepachtet werden, da Juden damals nicht direkt Eigentum besitzen durften. Dies war ein häufiger Umstand in Ländern mit restriktiven Religionsgesetzen.
Das Gebäude zeigt traditionelle aschkenasische Merkmale, die durch viktorianische Änderungen ergänzt wurden, darunter Minton-Terrakottafliesen und farbige Glasfenster. Diese Details erzählen von der Anpassung der Gemeinde an ihre Umgebung über mehrere Generationen hinweg.
Das Gebäude kann besichtigt werden, aber Besucher sollten vorher den Synagogenpfleger kontaktieren. Services finden jeden Freitag um 18 Uhr und samstags um 10 Uhr statt.
Die Torah-Lade stammt ursprünglich aus den Niederlanden oder Deutschland und wurde bemerkenswert zerlegt und transportiert, um dann während des Baus wieder aufgebaut zu werden. Diese handwerkliche Leistung zeigt den Aufwand, den die Gemeinde unternahm, um einen heiligen Schatz zu sichern.
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