Durham House, Mittelalterliches Stadthaus in Strand, England
Durham House war ein mittelalterliches Stadthaus an der Strand-Straße im heutigen City of Westminster in London, das sich direkt an der Themse erstreckte. Das Gebäude war in zwei Innenhöfe aufgeteilt: Der äußere diente Wohnzwecken und Wirtschaftsgebäuden, der innere war dem privaten Leben der Bewohner vorbehalten.
Das Gebäude entstand im Mittelalter als Residenz der Bischöfe von Durham und war über Jahrhunderte eng mit diesem Bistum verbunden. Im Laufe der Zeit wechselte es zwischen Bischöfen, der Krone und privaten Eigentümern, bis es Ende des 18. Jahrhunderts vollständig abgerissen wurde.
Das Gebäude beherbergte im 16. Jahrhundert Botschafter, Mitglieder der königlichen Familie und Staatsminister und galt als eine der angesehensten Adressen Londons. Wer heute durch die Strand-Gegend geht, findet keine Spur mehr davon, kann aber erahnen, welche Bedeutung dieser Ort für die Macht des Landes hatte.
Das Grundstück liegt am Strand, einer der bekanntesten Straßen im Herzen Londons, die von der Themse bis in die City führt. Da das Gebäude nicht mehr steht, gibt es nichts zu besichtigen, aber wer sich für die Geschichte des Ortes interessiert, kann die Gegend zu Fuß erkunden.
Sir Walter Raleigh lebte hier für einige Zeit und lud zwei Algonkin-Indianer aus Nordamerika ein, ihn zu besuchen, was zu einem der seltensten transkulturellen Treffen der damaligen Zeit wurde. Raleigh hatte zuvor erhebliche Summen in die Instandsetzung des Hauses gesteckt, bevor er schließlich ausziehen musste.
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