Oriel Chambers, Viktorianisches Bürogebäude in der Water Street, Liverpool, England.
Oriel Chambers ist ein fünfstöckiges Bürogebäude an der Water Street im Zentrum von Liverpool, das mit seinen vorspringenden Fenstern die gesamte Straßenfront ausfüllt. Die Konstruktion besteht aus einem Rahmen aus Gusseisen, der große Glasflächen trägt, während die Seitenteile aus Kalkstein gemauert sind.
Peter Ellis entwarf das Gebäude 1864 und nutzte dabei Techniken, die später den Bau von Wolkenkratzern in Amerika beeinflussten. Die Konstruktion stieß bei ihrer Fertigstellung auf Ablehnung, wurde aber 1951 als bedeutendes Baudenkmal anerkannt.
Das Gebäude trägt seinen Namen von den vorspringenden Erkerfenstern, die sich über die gesamte Fassade ziehen und den Räumen dahinter mehr Tageslicht bieten. Anwaltskanzleien nutzen die Büros seit den 1960er Jahren und prägen damit die Funktion dieses Teils des Geschäftsviertels.
Das Gebäude steht an der Water Street unweit des Rathauses und ist während der Geschäftszeiten von außen zu sehen. Die belebte Lage ermöglicht einen einfachen Zugang zu Fuß vom Hafenviertel aus.
Die Glasfläche nimmt etwa die Hälfte der Straßenfassade ein, was zur damaligen Zeit als verschwenderisch galt und den Architekten zu einem umstrittenen Pionier machte. Ellis konnte anschließend kaum noch Aufträge gewinnen und starb in relativer Unbekanntheit.
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