Newminster Abbey, Zisterzienserkloster-Ruinen in Morpeth, England
Newminster Abbey ist eine Zisterzienserklosterruine unweit des Flusses Wansbeck, nahe der Stadt Morpeth in Nordengland. Erhalten geblieben sind Teile des Kreuzgangs mit paarigen schlanken Säulen sowie Sandsteinbögen in spitz- und rundbogiger Bauweise, die den Grundriss der mittelalterlichen Klosteranlage noch erkennen lassen.
Die Abtei wurde 1137 gegründet und wuchs rasch zu einer wohlhabenden Einrichtung heran, die ausgedehnte Ländereien sowie Rechte an Fischerei und Salzgewinnung kontrollierte. Im 16. Jahrhundert, im Zuge der Auflösung der englischen Klöster unter Heinrich VIII., wurde sie aufgegeben und ihr Besitz in weltliche Hände übergeben.
Das erste Abt der Abtei, Heiliger Robert, wurde nach seinem Tod auf dem Gelände begraben, und sein Grab zog Pilger an, die Wunder bezeugt haben wollen. Diese Überlieferung machte den Ort zu einem religiösen Anziehungspunkt in der Region.
Die Ruinen befinden sich auf Privatgelände und sind für die Öffentlichkeit nicht frei zugänglich; der beste Blick bietet sich von einem nahegelegenen Hügel oder entlang des Fußwegs an der westlichen Grenze des Geländes. Besucher sollten die Grenzen des Privatgeländes unbedingt respektieren.
Nach der Auflösung des Klosters eigneten sich die neuen Eigentümer, die Familie Grey, die Steine der Ruinen an und verwendeten sie für eigene Bauprojekte in der Region. Dieser Umgang mit dem ehemaligen Kloster war nach der Reformation in England weit verbreitet und erklärt, warum heute so wenig vom ursprünglichen Gebäude erhalten ist.
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