Pichavaram, Mangrovenreservat in Tamil Nadu, Indien
Pichavaram ist ein Mangrovenreservat in Tamil Nadu, Indien, das sich über mehr als 1.000 Hektar (etwa 2.500 Acres) zwischen zwei großen Flussmündungen erstreckt. Die verschlungenen Wasserstraßen ziehen sich durch dichte Mangrovenwälder, die bei Flut überschwemmt werden und ein Labyrinth aus grünen Tunneln und offenen Buchten bilden.
Die Chola-Könige im frühen Mittelalter erkannten den Wert dieser Küstenwälder und befahlen, sie für künftige Generationen zu bewahren. Im 20. Jahrhundert wurde das Gebiet offiziell als Schutzzone ausgewiesen, um die Mangrovenbäume und ihre Rolle für die Küstenlinie zu sichern.
Fischergemeinschaften legen morgens mit handgefertigten Booten ab und gleiten zwischen den Mangrovenwurzeln hindurch, wobei sie schmale Wasserstraßen nutzen, die sich seit Generationen bewährt haben. Die Bewohner dieser Küstenregion sprechen Tamil und kennen jeden Kanal beim Namen, während sie ihre Netze in den stillen Buchten auswerfen.
Die beste Zeit für eine Bootsfahrt liegt zwischen November und Februar, wenn das Wetter angenehm ist und Zugvögel in den Kanälen rasten. Wer früh am Morgen kommt, erlebt die Vögel beim Fressen und die Mangrovenwurzeln in weichem Licht.
Im Wurzelgeflecht der Bäume leben kleine Schlammspringer, Fische, die auf ihren Flossen über das Wasser laufen und an Land atmen können. Bei Ebbe sieht man sie zu Hunderten auf dem Schlamm hüpfen, während sie nach Nahrung suchen.
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