Mandaragiri, Jain-Tempel in Tumkur taluk, Indien
Mandaragiri ist ein jainistischer Tempelkomplex im Tumkur-Bezirk in Indien, der sich über einen felsigen Hügel erstreckt und mehrere Schreine mit geschnitzten Figuren und Inschriften umfasst. Die Anlage besteht aus offenen Höfen, schmalen Durchgängen und Säulenhallen, die in die natürliche Topographie des Geländes eingebettet sind.
Die Stätte geht auf das 16. Jahrhundert zurück, als örtliche Förderer die Anlage auf einem Hügel errichteten, der bereits früher als Rückzugsort für Asketen diente. Spätere Herrscher fügten Inschriften und zusätzliche Schreine hinzu, wodurch der Komplex im Laufe der Jahrhunderte wuchs.
Der Name verweist auf den mythischen Berg Mandara aus den indischen Erzählungen, ein Bezug, den die Gläubigen täglich im Gebet aufrufen. Pilger umrunden die Schreine barfuß und hinterlassen Sandelholzpaste auf den Fußspuren der Statuen, eine Geste der Verehrung, die das rötliche Gestein sanft verfärbt.
Eine befestigte Straße führt von Tumkur hinauf, und am Fuß des Hügels gibt es Parkplätze für Besucher, die mit dem eigenen Fahrzeug anreisen. Die letzten Stufen zur Anlage steigen steil an, daher ist festes Schuhwerk ratsam.
Einige Wände tragen alte Kannada-Inschriften, die Spenden und Namen von Stiftern aus der Region auflisten, und bieten Forschern einen Einblick in die örtliche Sprache des Mittelalters. An klaren Tagen reicht der Blick vom Gipfel bis zu den fernen Hügeln um Tumkur, eine Aussicht, die Besucher häufig übersehen, wenn sie sich auf die Schreine konzentrieren.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.