Kobe foreign settlement, Ausländersiedlung in Chuo-ku, Kobe, Japan
Die Kobe-Siedlung war ein Handelsgebiet zwischen den Flüssen Ikuta und Koi in der Innenstadt, das nach einem regelmäßigen Straßenmuster angelegt war. Das Gelände umfasste verschiedene Bereiche mit Konsulaten, Geschäftshäusern und öffentlichen Einrichtungen, die das internationale Geschäftsleben unterstützten.
Die Siedlung entstand 1868 nach internationalen Verträgen, die Japan zur Öffnung für ausländische Handel zwangen. Sie blieb bis 1899 bestehen und war ein früher Schritt in Japans Modernisierung und Verbindung mit der Welt.
Im Siedlungsgebiet trafen westliche und japanische Kulturen aufeinander, wo ausländische Gemeinden ihre eigenen Clubs zur Unterhaltung betrieben. Diese Räume waren Orte der Begegnung, wo Menschen ihre Traditionen pflegten und gleichzeitig die lokale Gesellschaft kennenlernten.
Der Ort lag günstig im Zentrum und war von Hauptstraßen leicht zu erreichen, was für Handelsbeziehungen wichtig war. Besucher heute können das historische Straßenlayout und einzelne erhaltene Gebäude noch erkennen, besonders in den älteren Vierteln.
Die Siedlung war eines der wenigen Orte, wo Japaner und Ausländer auf Augenhöhe zusammenarbeiteten, lange bevor dies in anderen Teilen des Landes üblich war. Diese frühe Mischung aus Bevölkerung und Perspektiven prägte Kobes Charakter als international denkende Stadt.
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