Ōta Castle, Burganlage auf Hügel in Wakayama, Japan.
Ōta ist eine Burg in Wakayama, Japan, deren Steinmauern und Befestigungsreste auf erhöhtem Gelände die Landschaft der Umgebung überblicken. Die Anlage nutzt die natürliche Hanglage, um den Zugang zu beschränken und die Verteidigung zu erleichtern, wobei Treppen und Plateaus die einzelnen Abschnitte verbinden.
Im Jahr 1585 belagerte Toyotomi Hideyoshi die Festung, indem er Fluten gegen die Mauern richtete und Dämme sowie Palisaden rings um die Anlage errichten ließ. Die Verteidiger kapitulierten schließlich, woraufhin die Burg ihre militärische Bedeutung verlor und nicht wieder aufgebaut wurde.
Die Grundmauern aus behauenen Steinen zeigen Techniken der japanischen Burgenbaukunst, wie sie besonders nach den Herrschaftskämpfen des späten 16. Jahrhunderts verbreitet wurden. Der Name Ōta verweist auf einen historischen Klanführer, der diese Anlage als militärischen Stützpunkt nutzte und dessen Erben die Gegend lange prägten.
Die Stätte liegt rund sieben Gehminuten vom Bahnhof Wakayama entfernt, der sowohl von JR West als auch von der Wakayama Electric Railway bedient wird. Besucher sollten feste Schuhe tragen, da Treppen und unebene Wege den Zugang zu den höher gelegenen Abschnitten erschweren können.
Nach der Kapitulation wählten fünfzig Samurai den rituellen Selbstmord innerhalb der Burgmauern, ein Ereignis, das in lokalen Überlieferungen und Chroniken erhalten blieb. Dieser kollektive Akt folgte dem Ehrenkodex der Krieger und prägte das Gedenken an die Belagerung nachhaltig.
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