Kuriyagawa Stockade, Mittelalterliche Festung in Morioka, Japan
Die Kuriyagawa-Befestigung ist eine mittelalterliche Festungsanlage in Morioka, Japan, die auf einer Anhöhe nahe dem Kitakami-Fluss liegt und aus mehreren durch Erdwälle verbundenen Verteidigungsabschnitten besteht. Das Gelände ist heute eine Ausgrabungsstätte, auf der Spuren alter Gräben und Holzpfostenstellungen die ursprüngliche Anlage der Befestigung sichtbar machen.
Die Anlage wurde vom Abe-Clan errichtet, der im 11. Jahrhundert in der Region Tohoku um die Vorherrschaft kämpfte. Sie fiel 1062 im Zuge der sogenannten Frühen Neun-Jahres-Kriege, als rivalisierende Kräfte unter Führung des Minamoto-Clans die Burg einnahmen und den Clan besiegten.
Der Name Kuriyagawa bezieht sich auf den nahegelegenen Fluss und gibt dem Ort seinen geografischen Anker in der Landschaft von Morioka. Besucher können die Überreste der Erdwälle besichtigen und sich vorstellen, wie das tägliche Leben in einem solchen befestigten Gehöft aussah.
Das Gelände liegt im Freien und ist zu Fuß begehbar; festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da der Boden uneben sein kann. Bei klarem Wetter hat man einen guten Ausblick auf den Kitakami-Fluss, was das Verständnis der Verteidigungslage erleichtert.
Die Einnahme der Festung im Jahr 1062 wird in einem der ältesten erhaltenen Kriegsberichte Japans geschildert, dem sogenannten Mutsu Waki. Dieses Dokument gilt als eine der frühesten literarischen Darstellungen militärischer Ereignisse in der japanischen Geschichte.
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