Kiyotosaku Cave Tombs, Archäologische Grabstätte in Futaba, Japan.
Die Kiyotosaku-Felsgräber sind eine archäologische Stätte mit über 300 Grabkammern, die in einen Hang gehauen wurden und bemalte Wände sowie detaillierte geometrische Muster aufweisen. Die Kammern zeigen sorgfältig ausgefeilte Techniken beim Schnitzen und Bemalen dieser unterirdischen Räume.
Die Stätte wurde 1968 bei Schulbauarbeiten entdeckt, wobei Kammer 76 aus dem 7. Jahrhundert stammt und rote Ockermalereien an ihren Innenwänden aufweist. Diese Funde gehören zu einer Phase der japanischen Archäologie, die umfangreiches Wissen über frühmittelalterliche Bestattungssitten vermittelt.
Die Grabkammern zeigen alte japanische Bestattungsbräuche durch ihre Architektur und bemalte Szenen mit Jägern, Tieren und Figuren in traditioneller Kleidung. Diese Darstellungen geben Einblicke in die Lebenswelt und den Glauben der Menschen aus dieser Zeit.
Die Stätte ist derzeit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, da sie sich in einem Gebiet mit Strahlungsbedenken nach dem Atomunfall von 2011 befindet. Der Schutz der Anlage wird durch Fernerkundungssysteme gewährleistet, die die Integrität der historischen Kammern überwachen.
Forscher der Universität Tohoku nutzen Dreidimensional-Scanning-Technologie, um die größte menschliche Figurenmalerei zu erfassen, die in einem japanischen Felsgrab gefunden wurde. Diese digitale Dokumentation ermöglicht es, auch ohne physischen Zugang die komplexen Details dieser Kunstwerke zu bewahren.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.