Manpukuin, Buddhistischer Tempel in Naka-ku, Japan
Manpukuin ist ein buddhistischer Tempel in Naka-ku, Japan, dessen Gebäude aus Teakholz durch überdachte Gänge miteinander verbunden sind, die mit traditionellen Laternen gesäumt und von Kiefern umgeben sind. Das Ensemble folgt dem Baustil des chinesischen Buddhismus, was es in Japan zu einem architektonisch ungewöhnlichen Ort macht.
Der Tempel wurde 1661 von dem chinesischen Mönch Yinyuan Longqi gegründet, der seinen chinesischen Ursprung im Entwurf und in der Lebensweise des Klosters bewahrte. Viele Generationen lang stand die Leitung unter chinesischen Äbten, was die Verbindung zu den buddhistischen Traditionen des Festlands aufrechterhielt.
Die hölzernen Druckblöcke, die im Tempel aufbewahrt werden, werden noch heute verwendet, um religiöse Texte zu drucken, und gehören damit zu den wenigen Orten in Japan, an denen dieses Handwerk lebendig geblieben ist. Besucher können diese Blöcke in bestimmten Bereichen des Tempels besichtigen und so einen direkten Einblick in eine jahrhundertealte Praxis erhalten.
Es ist möglich, an Meditationssitzungen teilzunehmen oder buddhistische Sutra-Texte zu kopieren; vegetarische Tempelmahlzeiten sind auf Anfrage erhältlich. Es lohnt sich, etwas Zeit einzuplanen, um die Wege zwischen den Gebäuden in aller Ruhe zu erkunden.
Die Gebäude des Tempels sind in einem drachenförmigen Muster angeordnet, einem symbolischen Grundriss, der in der japanischen Tempelarchitektur selten vorkommt. Dieses chinesische Planungsprinzip lässt sich am deutlichsten erkennen, wenn man die Anlage von einem erhöhten Punkt aus betrachtet.
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