Mangyō Ji, Buddhistischer Tempel in Gionmachi, Japan
Mangyō Ji ist ein buddhistischer Tempel in Gionmachi mit einem Hauptgebetsaal, das von zwei einzigartigen Firstziegeln gekrönt wird, von denen einer weibliche und einer männliche Formen darstellt. Die Anlage liegt in einem älteren Viertel der Stadt und bewahrt traditionelle architektonische Merkmale aus früheren Zeiten.
Der Tempel entstand während einer Zeit intensiver religiöser und politischer Umwälzungen in der Region. Im 16. Jahrhundert war er eng mit lokalen Machthabern verbunden, die ihn für militärische und logistische Unterstützung nutzen.
Der Tempel zeigt das Wappen des Mōri-Clans mit einer Sumpfschwertlilie, ein Symbol das sich von der traditionellen Glyzinie unterscheidet, die andere Reine-Land-Tempel verwenden. Diese Besonderheit spiegelt die historische Verbindung des Ortes zur lokalen Samurai-Familie wider.
Der Tempel liegt nur wenige Minuten Fußweg von der U-Bahn-Station Gion entfernt und ist damit leicht zu erreichen. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da die umgebenden Straßen aus Kopfstein bestehen und beim Besuch traditionelle Höflichkeit erwartet wird.
Das Tempel-Gelände beherbergt zwei Katzen, Kurosuke und Yōda, die dort seit mehreren Jahren leben und regelmäßig Besucher begrüßen. Diese beiden Tiere sind zum Symbol des Ortes geworden und schaffen eine unerwartete Verbindung zwischen dem sakralen Raum und dem Alltag.
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