Naitō Museum of Pharmaceutical Science and Industry, Pharmazeutisches Museum in Kakamigahara, Japan
Das Naitō Museum of Pharmaceutical Science and Industry ist ein Fachmuseum in Kakamigahara, das auf dem Gelände eines Pharmaunternehmens liegt und der Geschichte der Arzneimittelherstellung in Japan gewidmet ist. Es beherbergt eine umfangreiche Sammlung von Objekten, Medizinbüchern und Dokumenten, die die Entwicklung der Pharmazie vom Mittelalter bis in die Gegenwart nachzeichnen.
Das Museum wurde 1971 auf Initiative des Gründers des Pharmaunternehmens Zeria gegründet, der das überlieferte Wissen über Arzneimittelherstellung für künftige Generationen sichern wollte. Die Gründung fand zu einer Zeit statt, als Japan seine traditionellen Heilpraktiken im Zuge der Modernisierung des Gesundheitswesens zu verlieren drohte.
Das Museum zeigt alte Medizinbücher und Geräte, die einst in japanischen Apotheken verwendet wurden, und macht deutlich, wie sich das Verständnis von Gesundheit und Heilung im Laufe der Zeit verändert hat. Besonders auffällig ist die Sammlung traditioneller Heilmittel, die zeigt, welche Pflanzen und Substanzen früher als wirksam galten.
Das Museum liegt auf dem Firmengelände von Zeria in Kakamigahara und ist für Besucher geöffnet; der Eintritt ist in der Regel kostenlos. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten vorab zu prüfen, da das Museum an bestimmten Wochentagen geschlossen sein kann.
Neben dem Museumsgebäude gibt es einen Heilpflanzengarten, in dem Hunderte von Pflanzenarten angebaut werden, die früher zu Heilmitteln verarbeitet wurden. Dieser Garten ist in Japan für ein Unternehmensmuseum ungewöhnlich und gibt den Besuchern die Möglichkeit, die Rohstoffe hinter den historischen Präparaten direkt zu sehen.
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