Shintomi-za, Historisches Theater im Chuo-Bezirk, Tokio, Japan
Das Shintomi-za war ein Holztheater mit getrennten Logen für jeweils vier Personen und zahlreichen Verkaufsständen für Snacks, Fotografien und Getränke im gesamten Gebäude. Die Bühne zeigte traditionelle Elemente wie einen Hana-Michi-Laufsteg und Bühnendekoration aus Topfpflanzen, Bambus und Sträuchern.
Das Theater wurde 1878 gegründet, nachdem das Morita-za durch einen Brand zerstört worden war, und war bis zu seiner Zerstörung im Großen Kanto-Erdbeben von 1923 in Betrieb. Es spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklung des modernen Kabuki-Theaters in Tokio während dieser Zeitspanne.
Die Bühne enthielt traditionelle Elemente wie den Hana Michi Laufsteg und natürliche Dekorationen mit Topfpflanzen und Bambus.
Das Theater öffnete morgens gegen elf Uhr und blieb bis etwa acht Uhr abends geöffnet, mit Unterstützung durch benachbarte Teehäuser und Restaurants. Die Umgebung bot besucherfreundliche Annehmlichkeiten für Pausen zwischen den Aufführungen und zum Erfrischen.
1879 wurde hier Hyōryū Kidan Seiyō Kabuki aufgeführt, ein frühes Experiment, das westliche Elemente mit traditionellem japanischen Kabuki-Theater zu verbinden versuchte. Diese Produktion zeigte den Versuch des Theaters, sich an sich verändernde Geschmäcker des Publikums anzupassen und neue Zuschauer anzulocken.
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