Nishiarai Daishi, Buddhistischer Tempel in Nishiarai, Japan
Nishiarai Daishi ist ein buddhistischer Tempel im Stadtteil Nishiarai im Nordosten Tokios, der sich über ein weitläufiges Areal mit mehreren Gebetshallen und Schulungseinrichtungen erstreckt. Die Haupthalle beherbergt religiöse Zeremonien, während weitere Nebengebäude sich um gepflegte Innenhöfe und Gartenwege gruppieren.
Der Mönch Kūkai gründete den Tempel im Jahr 826 während seiner Mission zur Verbreitung des esoterischen Buddhismus in der Kantō-Region. Über die Jahrhunderte entwickelte sich die Anlage zu einem wichtigen Zentrum des Sōtō-Zen und wurde in mehrere regionale Pilgerrouten eingebunden.
Der Name Nishiarai bedeutet wörtlich westliches Brunnenfeld und verweist auf die frühe Rolle der Tempelanlage bei der Wasserversorgung der Region. Besucher sehen heute zahlreiche steinerne Weihrauchgefäße und hölzerne Gebetsstationen, an denen Gläubige regelmäßig Räucherwerk anzünden und Zettel mit Wünschen hinterlassen.
Vom Bahnhof Nishiarai führen Hinweisschilder direkt zum Eingangsbereich des Tempels, wo mehrsprachige Tafeln Orientierungshilfe bieten. Das gesamte Gelände lässt sich zu Fuß erkunden, wobei breite Wege und flache Oberflächen das Vorankommen erleichtern.
Das Amt des Oberpriesters wechselt alle zwei Jahre mit dem Tempel Eiheiji, was eine seltene Form geteilter Führung im Sōtō-Zen darstellt. Diese rotierende Verwaltung verbindet zwei der bedeutendsten Zen-Stätten Japans durch ein ungewöhnliches System gemeinsamer Verantwortung.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.