Fundatiehuis, Wissenschafts- und Kunstmuseum in Haarlem, Niederlande
Das Fundatiehuis ist ein Museumhaus in Haarlem an der Spaarne mit einer symmetrischen Fassade aus Natursteinblöcken, verziert mit Friesen und Giebeln über drei Fensterachsen. Im Inneren sind Kunstwerke, wissenschaftliche Instrumente und alte Bücher in mehreren Räumen arrangiert, darunter das bemerkenswerte Oval Room mit Eichenholz und gewölbter Decke.
Das Haus wurde 1610 erbaut und erhielt seine Bedeutung, als der Sammler Pieter Teyler van der Hulst es als Grundlage für eine Institution nutzte. Nach seinem Tod 1778 wurde es zu einem der ersten öffentlichen Museen in den Niederlanden umgewandelt.
Das Haus zeigt die Art, wie Menschen des 18. Jahrhunderts Wissen sammelten und bewahrten, mit Kunstwerken, wissenschaftlichen Instrumenten und seltenen Büchern, die nebeneinander stehen. Die Räume vermitteln ein Bild davon, wie Bildung und Sammlung damals zusammenhingen.
Das Museum liegt an einem ruhigen Uferbereich und ist leicht zu Fuss erreichbar, mit Beschilderung vom Stadtzentrum aus. Besucher sollten sich Zeit für jeden Raum nehmen, da die Sammlungen dicht arrangiert sind und viel Detail zu sehen ist.
Der Oval Room wurde 1779 von Leendert Viervant speziell mit eingebauten Schaukaesten entworfen, um die Sammlungen in die Architektur selbst zu integrieren. Dieses Konzept war ungewöhnlich für seine Zeit und zeigt ein frühes Verständnis davon, wie Raum und Ausstellung zusammenwirken können.
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