Plofsluis, Militärschleuse in Nieuwegein, Niederlande
Die Plofsluis ist eine Schleuse in Nieuwegein, in den Niederlanden, die aus fünf Betonkammern besteht und quer über den Amsterdam-Rhein-Kanal gebaut wurde. Die Kammern sind mit Steinen und Bauschutt gefüllt und waren so konzipiert, dass sie im Notfall gesprengt werden konnten, um den Wasserfluss abzuriegeln.
Die Plofsluis wurde in den späten 1930er Jahren gebaut und 1942 während der deutschen Besatzung fertiggestellt. Sie war Teil der Neuen Holländischen Wasserlinie, einer alten Verteidigungslinie, die das Prinzip der kontrollierten Überflutung nutzte, um Eindringlinge aufzuhalten.
Der Name "Plofsluis" bedeutet auf Deutsch so viel wie "Sprengschleuse", was direkt auf die explosive Funktion des Bauwerks hinweist. Wer heute daran vorbeigeht, sieht noch immer die massiven Betonkammern, die diesen ungewöhnlichen Zweck widerspiegeln.
Die Plofsluis liegt direkt am Amsterdam-Rhein-Kanal und ist von außen frei zugänglich, sodass man sie von der Uferseite aus gut sehen kann. Ein Spaziergang entlang des Kanals bietet mehrere gute Blickwinkel auf die Betonkonstruktion.
Die Plofsluis wurde nie in die Luft gesprengt, obwohl sie genau dafür gebaut worden war. Die bloße Existenz solcher Anlagen reichte oft als Abschreckung aus, ohne dass sie jemals eingesetzt werden mussten.
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