Obrestad Lighthouse, Maritimer Leuchtturm in der Gemeinde Hå, Norwegen
Der Obrestad-Leuchtturm ist ein Granitbau mit einer Höhe von etwa 16,5 Metern, der auf einem Moränenhügel an der südnorwegischen Küste steht und zum Nordmeer ausblickt. Das Gebäude beherbergt heute ein Museum mit Dauerausstellungen und bietet das ganze Jahr über Unterkunftsmöglichkeiten in drei separaten Wohneinheiten an.
Der Leuchtturm wurde 1873 als erste landseitige Navigationshilfe an der Jæren-Küste errichtet und diente Schiffen über ein Jahrhundert lang als wichtiger Orientierungspunkt. Seine Automatisierung im Jahr 1991 markierte das Ende seiner bemannten Betriebsphase.
Im Keller des Leuchtturms befinden sich Wandmalereien, die deutsche Soldaten während des Zweiten Weltkriegs hinterlassen haben und eine sichtbare Verbindung zur Kriegsgeschichte der Jæren-Küste darstellen. Diese Kunstwerke sind heute noch zu sehen und erzählen vom Alltag der Besatzer in dieser Region.
Der Ort ist einfach mit dem Auto über die Küstenstraße erreichbar und verfügt über Parkplätze in der Nähe des Eingangs. Die beste Zeit zum Besuch ist während der helleren Monate, wenn die Treppen und der Außenbereich leichter zugänglich sind.
Der Leuchtturm behält seine ursprüngliche Fresnel-Linse mit quadratischen rotierenden Komponenten bei, die ihn von anderen Leuchttürmen Norwegens unterscheidet. Dieses optische System ist selten erhalten geblieben und bietet Einblick in die historische Navigationstechnik.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.